EL BUEN SAMARITANO e.V.

Mitgliederversammlung El Buen Samaritano e.V. am 19.05.2018, 15 Uhr, im Gemeindehaus Nehren

▼ Zu den Protokollen früherer Mitgliederversammlungen

Top 1: Bericht von Holger von Rauch

  • Eröffnung, Begrüßung und Vorstellungsrunde
  • Feststellung und Info über die anwesenden Stimmberechtigten
  • Info über die Verwendung der Spenden und Mitgliedsbeiträge (vgl. ► Über uns)
  • Info über das lfde. Berichtswesen des Vereins durch Rundbriefe in Papierform und Mail mit Newsletter (vgl. ► Berichte)
  • Info über die neue Webseite EBSeV.de
    • Die neue Webseite verwendet nur freie Software; für die Erstellung sind keine Kosten angefallen.
    • Die dynamische Oberfläche der Webseite passt sich nun automatisch an die Auflösung der Geräte an.
    • Die Webseite verwendet kein Tracking oder sonstige Besucherüberwachung.
    • Das Hosting der Webseite wird aus eigenen Mitteln finanziert (werbefrei).
  • Die neuesten Ereignisse in Mariategui
    • Am 06.04.18 erfolgte in Lima eine Demo bzw. ein Aufmarsch bei der Schulbehörde um gegen den Ausschluss der Schule El Niño Jesús aus dem offiziellen zentralen Schulregister zu protestieren. Im Ergebnis wurde vier Mütter von der Schulbehörde gehört. Das konstruktive Gespräch zeitigte jedoch keine positiven Fortschritte.
    • Am 20.04.18 erfolgte ein Überfall auf die Schule. Vermutlich organisiert von Telmo Casternoque haben mehrere aufgebrachte Leute versucht, sich mit Gewalt Zutritt zu der Schule zu verschaffen. Mit Hilfe der Polizei konnte der Überfall glücklicherweise glimpflich beendet werden.
    • Nähere Details zu den beängstigenden Vorfällen sind im letzten ► Newsletter zu finden. Die Hauptleidtragende der Situation ist Elizabeth Castro.
  • Situation der Freiwilligen
    • Seit der letzten Versammlung wurde der Verein in Lima von drei Freiwilligen unterstützt: Malin Winter, Laura Kneer und Laura Dieter.
    • Um die Anzahl der Freiwilligen zu erhöhen, ist eine Kooperation mit dem Programm „Weltwärts“ angedacht. Wegen der aktuelle Situation sind die Gespräche jedoch ausgesetzt.
  • An den Bericht von Holger von Rauch anschließend wurden in der Diskussion notwendige Punkte zur Verbesserung der Situation der Freiwilligen in Lima angesprochen, beispielsweise die nicht optimale Wohnsituation und zu wenige Ansprechpartner vor Ort. Ferner wurde über eine Mindestdauer der Freiwilligenzeit diskutiert.

Top 2: Finanzen

  • Holger von Rauch hat die Finanzsituation erläutert und dabei die aktuelle Lage und Entwicklung der letzten 12 Jahre geschildert. Der Finanzbedarf für ein Jahr beträgt aktuell über 100.000 Euro. Die Schule erwirtschaftet über Schulgebühren ca. 2/3 der Kosten. Die Schulgebühren betragen 60 Soles/Monat und Schüler [ca. 17,50 Euro]. Dieser Betrag liegt etwa bei der Hälfte der in Peru mindestens üblichen Schulgebühren. Ca. 60 Kinder/Familien können kein Schulgeld entrichten, ca. 20 weitere erhalten Ermäßigungen.
  • Knapp 1/3 der Gesamtkosten wird über Beiträge aus Deutschland finanziert. Dieser Betrag sichert das soziale Engagement der Schule. Leider sind aufgrund der aktuellen Situation über 100 Kinder aus der Schule ausgetreten, und ca. 150 Kinder/Familien entrichten aktuell kein Schulgeld, sodass bis Ende des Jahres eine Finanzlücke in Höhe von 25-30% des Gesamtbudgets klafft. Diese Lücke kann zwar in diesem Jahr überbrückt werden, sofern sich jedoch die Situation mit der fehlenden Betriebserlaubnis der Schule nicht verbessert, sieht die Zukunft auch finanziell ungewiss aus.
  • Aktuell läuft der Schulbetrieb mit 370 Kindern trotz der Situation sehr gut.
  • Die Finanzen in Peru werden von Elizabeth alleine verwaltet. Elizabeth führt sehr penibel Buch und berichtet regelmäßig über die Finanzsituation in Peru. Holger von Rauch hat bei seinem letzten Besuch in Peru die Bücher eingesehen und keinerlei Ungereimtheiten entdeckt.
  • Josef Turad als Kassenführer führt in Deutschland ebenfalls sehr penibel Buch. Thomas Niederich hat als Kassenprüfer die Bücher in Deutschland eingesehen und konnte keinen Fehler entdecken.
  • Die Mitglieder bedanken sich ausdrücklich für diese exakte Arbeit.

Top 3: Entlastung des Vorstandes/​Kassenwarts

Vom Protokollführer wurde beantragt, den Vorstand zu entlasten. Der Antrag wurde einstimmig und ohne Enthaltungen angenommen.

Top 4: Diskussion, sonstiges

  • Sofern das Problem mit der Betriebsgenehmigung nicht gelöst wird, muss der Schulbetrieb nächstes Jahr eingestellt werden. Wichtigstes Ziel ist daher die Betriebserlaubnis für die Schule zu erlangen.
  • Dazu werden folgende Wege parallel verfolgt:
    • Die derzeitige Betriebsgenehmigung von Telmo Casternoque auf den Verein bzw. Elizabeth umschreiben. Bislang scheitert dies an dem Widerstand der Schulbehörde, trotzdem bestreitet Elizabeth mit Unterstützung eines Anwalts diesen Weg weiterhin.
    • Eine neue Betriebsgenehmigung beantragen. Auch dieser Weg wurde schon einmal beschritten, ist jedoch leider gescheitert.
    • Eine Betriebsgenehmigung kaufen. Hierfür steht eine Betriebsgenehmigung einer anderen Schule zu Verfügung. Kosten ca. 7.000 Euro. Nachteil ist allerdings, dass diese Betriebsgenehmigung keine Vorschule umfasst. Von den anwesenden Mitgliedern wurde hier die Bereitschaft zu einer Sonderspende für den Kauf der Betriebsgenehmigung angekündigt, sollte dies notwendig werden.
    • Den Kontakt mit der Wilhelm Oberle-Stiftung suchen, um abzuklären, ob über die Wilhelm Oberle-Stiftung eine Betriebsgenehmigung beantragt werden kann.
    • Den Kontakt mit der deutschen Botschaft aufnehmen und um Unterstützung für die Erteilung der Betriebsgenehmigung bitten.
  • Alle Anwesenden sprachen sich dafür aus, Elizabeth den herzlichsten Dank für Ihren Einsatz auszusprechen und die tatkräftige und moralische Unterstützung aus Deutschland zukommen zu lassen. Es wurde über ein CARE-Paket für die Lehrkräfte diskutiert, als Symbol für die Unterstützung.
  • Von Ulrike Putzler wurde beantragt, dass im Dezember eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen wird, sofern sich das Problem mit der Betriebserlaubnis bis Jahresende nicht lösen lässt. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen.
  • Holger von Rauch wird wenn nötig zu Sonderspenden für das CARE-Paket bzw. den Kauf der Betriebserlaubnis aufrufen.

Top 5: Ende

Holger von Rauch hat die Versammlung um 18:00 beendet

Für das Protokoll
Jürgen Wagner

Für den Vorstand
Holger von Rauch