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Protokoll der Mitgliederversammlung vom 30. November 2002 in Mössingen


Tagesordnung:

Anwesende:

Teilnehmerzahl: 22, davon 14 Mitglieder

Vorstand: Holger v. Rauch, 1. Vorsitzender, Hanna-Elisabeth Braungardt, 2. Vorsitzende

Kassenführer: Josef Turad

Mitglieder: Verena Brenner, Hans-Jörg und Claudia Lund, Thomas Niederich, Cornelia Prauser, Darinka von Rauch, Martin v. Rauch, Nic Turad, Jürgen und Sybille Wagner mit Kindern, Vera Zabel

Gäste: Regine Brehm, Telmo Casternoque, Marta und Thomas Kriese, Annika Lund, Renata v. Rauch, Hanna und Arnold Wietrzichowski

TOP 1: Begrüßung

Nach einer offiziellen Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Holger v. Rauch stellen sich alle Anwesenden reihum kurz vor.

TOP 2: Wahl des Kassenprüfers

Hierbei wird von einigen Anwesenden Klärungsbedarf über den Mitgliedsbeitrag und regelmäßige Spenden geäußert und im Zusammenhang damit die Anwesenheit von Mitgliedern und Gästen geklärt.

Der Mitgliedsbeitrag muss laut Holger v. Rauch explizit als dieser bezeichnet sein, da alle Betragseingänge ohne angegebenen Verwendungszweck automatisch als Spenden verbucht werden.

Abstimmungsberechtigt ist demnach nur, wer einen Mitgliedsbeitrag bezahlt oder eine jährliche Überweisung mit dem Verwendungszweck "Mitgliedsbeitrag" macht.

Thomas Niederich wird nun von Holger v. Rauch als Kassenprüfer vorgeschlagen, der Vorschlag wird mit 12 Jastimmen und 2 Enthaltungen per Handzeichen angenommen.

Thomas Niederich berichtet kurz über die Übergabe des Amts des Kassenwarts an Josef Turad bei der letzten Mitgliederversammlung am 9. Juni 2001. Weiter berichtet er über die bereits vor der Versammlung vorgenommene Prüfung der Kasse vom 01.01.2001 bis zum 17.10.2001 und resümiert abschließend, dass die Überprüfung zu keinem Zeitpunkt zu Beanstandungen geführt hat und er von der Ordnungsmäßigkeit überzeugt ist und deshalb die Entlastung des Vorstands für diesen Zeitraum empfiehlt.

TOP 3: Antrag auf Entlastung des Vorstands

Der Antrag wird mit 12 Jastimmen und 2 Enthaltungen mehrheitlich angenommen

TOP 4: Antrag auf Senkung des Mitgliedsmindestbeitrags von 10,23 Euro auf 10,00 Euro jährlich

Holger v. Rauch erläutert, dass die Änderung wegen der Euroumstellung anfalle. Eine Erhöhung sei nicht sinnvoll, da dann von allen Mitgliedern, die Daueraufträge haben, verlangt werden müsse, dass sie diese ändern. Er weist darauf hin, dass es sich bei dem zu beschließenden Beitrag um einen Mindestbeitrag handle und es den Mitgliedern frei stehe, höhere Beiträge zu leisten. Der Antrag wird mit 14 Jastimmen angenommen.

TOP 5: Bericht von Telmo Casternoque über seinen Deutschlandaufenthalt

Telmo Casternoque berichtet im Folgenden über 64 gehaltene Vorträge in der Größenordnung zwischen zwei und 500-600 Besuchern. Der zahlenmäßig größte Vortrag habe in der Kirchengemeinde von Münster stattgefunden. Telmo Casternoque betont aber hierbei, dass er alle Vorträge ungeachtet der Besucherzahl mit der gleichen Freude und Intensität gehalten habe. Auch sagt er, dass er sehr zufrieden mit dem Verlauf seines Aufenthalts sei und sich im Gesamten sehr wohl sowohl bei den verschiedenen Veranstaltungen als auch in den Familien gefühlt habe. Ergänzend sagt Holger v. Rauch, er sei sehr zufrieden und erfreut darüber wie diese drei Monate verlaufen sind, besonders auch hinsichtlich der Mitwirkung von Vereinsmitgliedern und namentlich der ehemaligen freiwilligen Helferinnen, und dass er hoffe, dass sich dadurch die Vereinsmitglieder in Deutschland näher gekommen und der Verein und der Austausch im Verein auch in Deutschland lebendiger geworden sei.

Weiterhin berichtet Josef Turad über die vorläufigen finanziellen Erträge des Aufenthalts, die im nächsten Rundbrief betragsmäßig detailliert aufgeführt werden.

TOP 6: Sonstiges

Holger v. Rauch berichtet hierbei über verschiedene Themen und Punkte, die er und Telmo Casternoque während Telmo Casternoques Aufenthalt diskutierten.

Punkt 1: Private Patenschaften

Holger v. Rauch erklärt, dass immer wieder Nachfragen von einzelnen Spendern nach privaten Patenschaften gestellt werden, diese jedoch organisatorisch sehr aufwendig sind und deshalb nur schwer oder nicht zu ermöglichen sind. Als Alternative hierzu kann künftig auf einen von Gloria und Telmo Casternoque verwalteten Schülerhilfefonds verwiesen werden, aus dem Geld für Einzelaufwendungen entnommen werden kann, um aktuell notwendige Dinge für bedürftige Schüler(innen) und Student(inn)en kaufen zu können, als Beispiel hierfür wird eine Schuluniform genannt. Dies wird als gute Ergänzung zu dem bisher durch die Wilhelm Oberle Stiftung zur Verfügung gestellten Fonds für humanitäre Soforthilfen angesehen. Holger v. Rauch betont, dass bereits bestehende Patenschaften aufrechterhalten werden können, dass jedoch keine weiteren dazukommen sollen. Dieser Punkt wird von den Anwesenden ohne Einspruch als Mitteilung vom Vorstand an die Vereinsmitglieder ohne Abstimmungsnotwendigkeit akzeptiert.

Während dieses Gesprächs kommt die Frage nach der Transparenz der Organisation und der Geldmenge und Geldherkunft auf peruanischer Seite auf, zu der Telmo Casternoque Stellung nimmt. Er erklärt, dass die Transparenz aus Sicherheitsgründen auf peruanischer Seite nicht machbar und auch nicht gewollt ist, da sonst immer die Gefahr der Druckausübung und der Einflussnahme durch andere Interessengruppen wie z.B. durch Mitglieder des Sendero Luminoso [Leutender Pfad] auf ihn und seine Familie zu befürchten sei.

Punkt 2: Vermittlung freiwilliger Helfer nach Perú

Im Gespräch über diesen Punkt wurde festgehalten, dass

  • künftige Vermittlungen auf jeden Fall über den Verein laufen sollen
  • nur Aufenthalte über 3 Monate als Arbeitseinsätze oder Praktika angesehen würden, kürzere aber als Besuch gelten
  • eine telefonische Kontaktaufnahme mit dem Vereinsvorstand
  • eine schriftliche Bewerbung und
  • ein Gespräch mit ehemaligen freiwilligen Helfern und einem Vorstandsmitglied nötig sind.

Cornelia Prauser und Verena Brenner erklären sich hierbei bereit, sich um die Vorbereitung der freiwilligen Helfer zu kümmern und einen Informations- und Erfahrungskatalog zusammenzustellen. Außerdem wird von Holger v. Rauch auf die Wichtigkeit der Informationsweitergabe der Freiwilligen während und nach dem Aufenthalt in Perú an den Verein hingewiesen.

Von verschiedenen Seiten kommt die Nachfrage nach der Einrichtung einer Zivildienststelle im Rahmen des Vereins in Lima auf. Holger v. Rauch sagt, dass bisher noch keine Anstrengungen in diese Richtung unternommen wurden, dass aber bei konkretem Interesse eine Nachfrage beim Bundesamt für den Zivildienst gerne gesehen und möglich wäre. Thomas Niederich erklärt sich daraufhin bereit, sich beim Bundesamt um eine prinzipielle Abklärung zu kümmern, ob die Einrichtung einer Zivildienststelle möglich wäre.

Punkt 3: In eigener Sache / Arbeitserleichterung

Holger v. Rauch weist auf Audioaufnahmen und digitale Aufnahmen von der Vortragsreihe hin, die auf Anfrage bei ihm erhältlich sind.

Als weiteren Punkt nennt er die wachsende Auflage des Rundbriefs (weit über 200 Exemplare), dessen Herstellung dadurch wie bisher in "Handarbeit" bald nicht mehr zu leisten sei. Er bittet deshalb um die Einholung von Angeboten bei Druckereien, und Hans-Jörg und Claudia Lund bieten sich an, vor allem bei der Firma Fritz-Druck in Mössingen nachzufragen. Jürgen Wagner weist darauf hin, dass für Mitglieder mit Internetanschluss die Möglichkeit bestehe, den Rundbrief auf der Homepage zu lesen oder sich selbst ein Exemplar auszudrucken. Er schlägt vor, dass sich solche Mitglieder deshalb bei Holger v. Rauch melden könnten, um sich von der Empfängerliste für die Druckfassung streichen zu lassen.

Punkt 4:

Holger v. Rauch teilt mit, dass das Erscheinen der Rundbriefe künftig nicht mehr in regelmäßigen dreimonatigen Abständen angestrebt und angekündigt werden wird (die ohnedies in den letzten Jahren nicht eingehalten wurden). Stattdessen werden zwei bis vier Rundbriefe pro Jahr angekündigt.

Telmo Casternoque hält eine Abschlussrede bei der er zunächst Grüße aus Lima, von seiner Frau Gloria und von den Lehrerinnen überbringt. Er hält Rückschau auf zwölf Jahre der gemeinsamen Arbeit und bedankt sich für all die Hilfe bei der Arbeit in Perú und während seines Aufenthaltes in Deutschland.

Mössingen, 30. November 2002

Für das Protokoll: gez. Nic Turad

Für den Vorstand: gez. Holger v. Rauch


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