EL BUEN SAMARITANO e.V.

El Buen Samaritano in Perú

Sportunterricht in unserer Schule

Unsere Schule El Niño Jesús, und damit der Sitz von El Buen Samaritano in Perú, befindet sich am nördlichen Rand der Hauptstadt Lima im Distrikt San Juan de Lurigancho und dort im Stadtteil José Carlos Mariátegui – einem der vielen jungen Armutsgebiete um Lima. Bei ► Google Maps und ► Bing Maps sieht man, wie die Schule gelegen ist. (Das Luftbild bei Bing Maps ist besser, wird aber nicht immer angezeigt.)

Ein großer Teil der Menschen hier lebt in großer Armut. Die Allerärmsten leben in Schilfgeflechtshütten ohne jede Ausstattung. Besonders ihnen fehlt es am elementar Nötigsten, an Wasserversorgung und sanitären Einrichtungen, medizinischer Beratung und Versorgung, Arbeitsmöglichkeiten – und an Bildungsangeboten. Vor allem an sie richtet sich das Angebot von El Buen Samaritano, das immer zum Ziel hat, den Menschen dabei zu helfen, ihre Lage selbst zu verbessern.

Geschichte

In den ersten Jahren nach der Gründung 1990 betätigte sich El Buen Samaritano an verschiedenen Orten und auf verschiedenen Gebieten, so gab es außer der Vorschule in Mariátegui auch noch Schulprojekte in den Städten Tacna und Chimbote und im Amazonasurwald, Medizinstationen in Lima, Tacna, Camaná und im Amazonasurwald, Dorfentwicklungsprojekte in den Anden und im Amazonasurwald, Straßenkinderarbeit in Lima und anderes.

Unsere Schule in Mariátegui 1992 Unsere Schule in Mariátegui 1993

Seit etwa 2000 konzentriert sich die Arbeit zunehmend auf die Schule in Mariátegui. Beginnend mit dem Jahr 2001 wurde sukzessive zusätzlich zur Vorschule auch die sechsjährige Primarschule aufgebaut. Eine ausführliche Beschreibung unserer Sicht auf die Verhältnisse in Perú, das dortige Bildungswesen und speziell die Gegebenheiten im Umfeld unserer Schule findet sich im ► 58. Rundbrief ab Seite 8.

Unsere Schule in Mariátegui heute

Seit 2007 wird die Arbeit in Mariátegui von Elizabeth Castro geleitet, die zu den ersten Lehrerinnen gehörte, die schon in den 90er-Jahren in unserer Schule unterrichteten. Seither wurde die Arbeit immer weiter professionalisiert und ausgedehnt.

Unsere Schule

Schulkinder

Heute besuchen über 500 Kinder die Vor- und Primarschule (Drei- bis Sechsjährige und erste bis sechste Schulklasse) in zwei Schichten (vormittags und nachmittags). Sie erhalten dort ein besseres Bildungsangebot, als es sonst in den Armutsgebieten gemacht wird, ein Frühstück (bzw. einen Nachmittagsimbiss), das die Eltern reihum zubereiten, medizinische Programme, Inklusion von behinderten Kindern und von Kindern aus völlig mittellosen Familien, die von der Schulgebühr befreit werden.

30 Personen arbeiten in der Schule, darunter die Direktorin, 18 Lehrkräfte, neun Hilsflehrkräfte, eine Hausmeisterin und ein Wächter.

Das Schulpersonal (2015 am Pazifik mit Holger von Rauch)

Die ► Facebook-Seite der Schule kann man sich auch ansehen, wenn man nicht selbst Facebook-Mitglied ist.

Finanzierung

Die Schule erhebt Schulgebühren, wie alle nichtstaatlichen Schulen in Perú, allerdings wesentlich geringere als alle anderen, nämlich 60 Soles [ca. 17,50 Euro] pro Monat (ab 2018). Die billigsten privaten Schulen in den Armutsgebieten kosten normalerweise mindestens das Doppelte und bieten bei weitem nicht so einen hohen Standard wie unsere Schule. Der Besuch einer offiziell kostenlosen staatlichen Schule kann wegen aller möglichen Beiträge, die von den Eltern eingesammelt werden, leicht ebensoviel wie unsere kosten, oder sogar mehr, wenn man die Kosten für den Bus oder das Sammeltaxi zur Schule mitrechnet. Andere Privatschulen kosten ohne weiteres auch das Zehn- oder Zwanzigfache oder noch viel mehr. Durch die Schulgebühren (und sonstige Einnahmen, z.B. aus gemeinsamen Arbeitseinsätzen mit Eltern usw.) wird inzwischen mehr als die Hälfte der Personal- und Betriebskosten gedeckt. Die Spenden aus Deutschland machen es möglich, dass die Schule als nicht-profitorientiertes soziales Projekt funktioniert. (Detaillierte Informationen dazu finden sich in den ► Kassen- und Finanzberichten.)

Die größten Herausforderungen, vor denen El Buen Samaritano in Perú steht, sind die immer weiter wachsenden Schülerzahlen und das längst zu klein gewordene Schulgebäude.