Liebe Freunde und Unterstützer der Organisation El Buen Samaritano e.V. in Deutschland, empfangt eine feste Umarmung von Eurer Freundin Elizabeth Castro Blas, der Direktorin der Schule Divina Misericordia in Mariátegui!
Ich will Euch von unserer Arbeit hier in Perú im Jahr 2026 für die Kinder von Mariátegui berichten, die ohne Euch nicht möglich wäre, denn Perú befindet sich in einer wirtschaftlich sehr schwierigen Lage.
Es gibt so viel Kriminalität! Täglich sterben Menschen, die im öffentlichen Nahverkehr arbeiten, so auch einige Väter unserer Schulkinder, die als Mikrobus‑ oder Motorradtaxifahrer arbeiteten und von Schutzgelderpressern ermordet wurden. Aber die erpressen nicht nur, sondern sie rauben den Menschen auch ihre Arbeitsmittel, sodass sie ihre Geschäfte aufgeben müssen und ohne Arbeit dastehen. Darunter leiden auch die privaten Schulen, von denen viele schließen mussten. In der Folge gehen derzeit etwa 20 Prozent der Kinder nicht in die Schule, und das ist besorgniserregend.
Ich danke Gott dafür, dass unsere Schule bis jetzt noch nicht bedroht worden ist. Allerdings kann ich nicht sagen, dass uns das nicht passieren kann. Dessen bin ich mir bewusst.
In den Monaten Januar und Februar waren in Perú Ferien. Wir hatten eine Reihe von Kindern, die im letzten Schuljahr 2025 ihre Lernziele nicht erreicht hatten. Mit zwölf von diesen Kindern machten die Lehrerinnen Susana und Norma während der Ferien ein Förderprogramm, um sie auf das neue Schuljahr vorzubereiten.
Währenddessen setzten wir die ganze Infrastruktur instand, malerten alle Klassenzimmer, reparierten Möbel und machten die Einschreibung der Schulkinder für das neue Schuljahr.


Zugleich plagt uns eine Hitzewelle mit Temperaturen über 30 Grad. Wir haben jetzt alle Klassenzimmer mit Ventilatoren ausgestattet.
Das Schuljahr begannen wir am 9. März mit 91 Kindern in der Vorschule (Drei‑, Vier‑ und Fünfjährige) und 190 Kindern zwischen sechs und elf Jahren in der ersten bis sechsten Klasse der Primarschule. Die Schulgebühr unserer Schule beträgt 120 Soles [ca. 32 Euro] pro Monat. Die anderen Schulen fangen bei 250 Soles an.
Es ist ein großer Segen, all diese Kinder bei uns zu haben, und wir freuen uns, dass wir weiter für sie arbeiten können. Wir sind sehr dankbar für die Zusammenarbeit zwischen Perú und Deutschland und hoffen, dass sie fortbesteht. Ich schicke Euch einige Fotos mit.


Damit verabschiede ich mich mit einer weiteren festen Umarmung in der Hoffnung, dass ich Euch mit diesen knappen Worten einen Eindruck davon geben konnte, was wir als Team in Perú gerade machen.
Bis bald
Elizabeth Castro Blas