EL BUEN SAMARITANO e.V.


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42. Rundbrief mit Berichten über Juli bis Dezember 2002



Inhalt:

·        An alle Unterstützer(innen) von El Buen Samaritano

o       Jahreskassenbericht 2002: In Deutschland

o       Kassenbericht Juli bis Dezember 2002: In Deutschland

o       Finanzbericht Juli bis Dezember 2002: In Perú

o       Protokoll der Mitgliederversammlung vom 30.11.2002

·        Berichte über die Arbeit in Perú Juli bis Dezember 2002

·        Grußwort von Telmo Casternoque

·        Die Arbeit der Schule

·        Aktueller Bericht über den Weiterbau der Schule

·        Der Weihnachtsausflug mit den Straßenkindern

·        Die Arbeit an der Cocha del Caro Curahuayte im Urwald

·        Die Arbeit in Perú während Telmos Deutschlandreise

·        Die Christlichen Gemeinden von El Buen Samaritano


Sulzbach/Saar, im Januar 2003

Sehr geehrte, liebe Freundinnen und Freunde von El Buen Samaritano,

vor allem ein gutes neues Jahr Euch allen!

Das vergangene Jahr hat es gezeigt: El Buen Samaritano e.V. in Deutschland existiert nicht nur auf Adresslisten und Kontoauszügen! Dass ich heute Telmos dreimonatigen Aufenthalt in Deutschland (und am Schluss auch noch in Frankreich), an den das Titelbild erinnert, zusammenfassend als vollen Erfolg bezeichnen darf, ist dem großen Engagement und der hervorragenden Zusammenarbeit der Vereinsmitglieder und in besonderer Weise der ehemaligen freiwilligen Helferinnen zu verdanken.

Auch die 38 Diavorträge (von insgesamt 64!), bei denen ich anwesend sein konnte, und die vielen persönlichen Begegnungen und Gespräche haben mich El Buen Samaritano als ein gemeinsames Werk vieler Menschen - auch hier in Deutschland - erleben lassen, und dafür bin ich sehr froh und dankbar.

An den Kassenberichten könnt Ihr sehen, dass Telmos Aufenthalt ganz unmittelbar wesentlich mehr Geld eingebracht als gekostet hat. In die Reisekasse wurden ausdrücklich für diesen Zweck bestimmte Spenden sowie anonyme, während der Veranstaltungen in Körbchen, Klingelbeuteln o.ä. gesammelte Spenden eingebucht - sofern die jeweiligen Veranstalter keine bestimmten anderweitigen Vorgaben zur Verwendung gemacht haben. (Der Überschuss hieraus von über 1.200 Euro wird für die Arbeit in Perú verwendet.) Inwieweit sich das Spendenaufkommen durch die neuen Kontakte auch langfristig erhöhen wird, lässt sich bislang noch nicht abschätzen.

Vor Telmos Abreise habe ich noch Tonaufnahmen von seinen Erläuterungen zum Diavortrag und von meinen Übersetzungen gemacht. Zusammen mit den digitalisierten Bildern möchte ich nun eine (einfache) Multimedia-CD-ROM herstellen, die es Interessierten zum einen ermöglichen soll, den Diavortrag am Heimcomputer anzusehen und anzuhören, zum anderen aber auch, ihn mit Hilfe eines Beamers auf eine Leinwand zu projizieren (mit Telmos und meinen oder mit eigenen Erläuterungen). Wer eine solche CD-ROM haben möchte, kann sie bei mir bestellen (Adr. s. Titelblatt). Wir verlangen kein Geld für die CD, Spenden in die Nebenkostenkasse für diesen Zweck sind aber willkommen.

Zum Schluss noch eine Bitte in eigener Sache: Es ist sehr erfreulich, dass die Rundbriefempfänger(innen), also die Vereinsmitglieder, Unterstützer(innen) und Interessierte, stetig mehr werden. Viele Jahre druckten wir von unserem Rundbrief weit weniger als hundert Exemplare; mit dieser Ausgabe nähern wir uns den 250. Leider scheint es so zu sein, dass bei dieser Auflage der Druck (nebst Falzen und Heften) durch eine Druckerei noch nicht rentabel ist, deshalb stelle ich den Rundbrief bis heute per Handarbeit an einem Fotokopierer her und sortiere, falze, hefte und kuvertiere ihn ebenfalls von Hand. Aber das wird bei der gegenwärtigen Auflage einfach zu viel Arbeit. Daher meine Frage: Kennt Ihr vielleicht Druckereien, die ein solches Heft in solcher Auflage zu einem günstigen Preis produzieren könnten? Für Hinweise bin ich dankbar.

Eine andere Möglichkeit ist, dass sich diejenigen unter Euch, die über einen Internetanschluss verfügen, den Rundbrief zuhause selbst ausdrucken. Mit diesem Rundbrief besteht erstmals die Möglichkeit, sich das Heft im Originalformat auszudrucken. Bitte seht Euch das an bei http://ebsev.de/rundbr/. Über Rückmeldung hierzu würde ich mich freuen.

Es grüßt Euch herzlichst

Euer

Holger v. Rauch

(Vorstand)


Berichte über die Arbeit in Perú in den Monaten Juli bis Dezember 2002

(Aus dem Spanischen übersetzt und gekürzt von Holger v. Rauch)

Grußwort von Telmo Casternoque

Allen Freunden von El Buen Samaritano e.V. sende ich einen herzlichen Gruß und wünsche den Segen Gottes für Euer Leben.

Nun sind seit meinem Aufenthalt in Deutschland und Frankreich schon mehr als zwei Monate vergangen, und noch immer kann ich all die Eindrücke, die ich in diesen beiden schönen Ländern hatte, nicht verarbeiten. Die 64 Diavorträge bei verschiedenen Einrichtungen, Schulen, Kirchen und Familien waren sehr abwechslungsreich und lebendig und ließen mich viel menschliche Wärme, Herzlichkeit, Freundschaft, Sympathie und Gastfreundschaft spüren. Ich habe dabei viel Freude erlebt und lernte neue Freunde kennen, die in meinem Herzen gespeichert sind und die ich mein Leben lang nicht vergessen werde.

Ich will nicht versäumen, meine aufrichtige Anerkennung und meinen Dank für all die großen Mühen der Leitung und der aktiven Mitglieder von El Buen Samaritano e.V. im Zusammenhang mit meinem Aufenthalt auszudrücken. Ebenso meinen Dank an alle Freunde, die auf die eine oder andere Weise einen Beitrag zur Realisierung der Vorträge geleistet haben.

Meine Anerkennung und meine Gebete an den Allmächtigen auch für die Pastoren der verschiedenen Kirchen und die Direktoren der verschiedenen Schulen, die uns die Türen zu ihren Herzen und zu ihren Institutionen öffneten, damit wir unsere Vorträge über unsere Arbeit in José Carlos Mariátegui, einem der ärmsten Teile von Lima, halten konnten.

Telmo Casternoque, Missionar


Bericht der Lehrerin María Monteza über ihre Arbeit in der Schule

Es ist mir angenehm, Euch zu schreiben, um Euch über folgendes zu informieren:

Das Schuljahr hat am 8. April 2002 mit 27 Schülern der ersten Klasse begonnen, von denen sechs im Laufe des Schuljahres aus verschiedenen Gründen ausschieden, z.B. wegen Wohnungswechsels, Krankheit, familiärer Probleme usw. 21 Schüler wurden in das nächste Schuljahr versetzt. Die Unterrichtsziele in den Bereichen integrale Kommunikation, Logik und Mathematik, Wissenschaft und Umwelt, soziale, persönliche und religiöse Entwicklung wurden zu 95% erreicht.

In einigen Fällen mangelte es an Unterstützung seitens der Eltern bei den Erziehungsaufgaben. Einige Kinder machten ihre Hausaufgaben nicht regelmäßig, fehlten öfter, kamen zu spät zum Unterricht oder fielen durch ihr Verhalten auf, besonders durch Streitereien, Ungehorsam und unangemessenes Vokabular.

An einem Tag kam eine Schülerin mit ihrer größeren Schwester in die Schule, beide weinten und sagten, ihr Vater sei betrunken und drohe mit einem Revolver, er werde sie töten. Wir beteten zu Gott und gingen dann zu dem Haus, um mit dem Vater zu sprechen und ihm klarzumachen, was für eine Angst er bei seinen Kindern hervorrief. In der Folge kamen die Mutter und die ältere Schwester noch drei oder vier weitere Male, denn der Vater fuhr fort zu trinken und verursachte viele Probleme zuhause. Wir besuchten die Familie danach regelmäßig und versuchten sie zu beraten.

Ich will Euch den Fall des Kindes Daniel schildern. Er war anfangs ein sehr schüchternes Kind, sprach mit niemandem, und hatte immer Angst. Seine Mutter erklärte mir, er sei von anderen Kindern immer schlecht behandelt worden und außerdem fehle ihm zuhause der Vater. Ich sprach in den folgenden Monaten zu den anderen Kindern, sie möchten sich ihm annähern, aber er wies sie zurück, wollte nicht sprechen. Das war eine schwierige aber nicht unmögliche Aufgabe, denn heute sehen wir, dass Daniel nicht mehr der gleiche Junge ist, der er war, und man kann sagen, dass wir zu 90% das Ziel erreicht haben, sein Selbstwertgefühl zu steigern. Eines Tages kam der Vater zur Schule, doch Daniel wollte nicht zu ihm gehen. So beteten wir zusammen, und er verzieh seinem Vater und am Vatertag schrieb er ihm einen Brief, in dem er ihm sagte, wie sehr er ihn liebe und vermisse. Das ist einer der vielen Fälle von Kindern, die mit offenkundigem Mangel an Selbstwertgefühl in unsere Schule kommen.

Ein anderer Fall ist das Mädchen Roxana, ein sehr intelligentes Mädchen, doch durch ihre Lebensumstände – sie lebt nicht mit ihren Eltern, die sie verlassen haben – war sie zu Beginn des Schuljahres ein bisschen schüchtern und verschlossen. Sie brachte kein Pausenbrot mit, besaß keine Uniform und die anderen Kinder sahen sie als seltsames Kind an. Ich erklärte den Kindern durch Erzählungen, was mit Roxana los war, und nach und nach begannen sie sie zu akzeptieren und mit ihr zusammen zu arbeiten. Der Geist eines verlassenen Kindes wächst mit dem Spiel, der Freundschaft und der Arbeit. Gott sei Dank konnte ihr die Schule helfen (mit einem Stipendium). Dieses Mädchen kann noch viel schaffen, denn sie ist sehr intelligent, aber sie muss weiterhin gefördert werden.

Es gibt noch viele weitere schwierige Fälle. Es wäre gut, wenn wir über das ganze Jahr psychologische und medizinische Betreuung für die Kinder hätten.

María Monteza


Aktueller Bericht über den Weiterbau der Schule

Zu Ende des Schuljahres am 20. Dezember begannen wir mit den Baumaßnahmen am zweiten Stock der Schule. Wir beabsichtigen bis zum 20. März mit allem fertig zu werden.

Bis heute konnten drei weitere Klassenzimmer gebaut werden, und vor allem stellten wir das Dach für den zweiten Stock fertig, was großes Staunen und Bewunderung bei den Nachbarn und den Eltern unserer Schulkinder hervorrief. Nun müssen noch die ganzen Innenarbeiten gemacht werden, wie die Toiletten und die Ausstattung des Klassenzimmers für die dritte Klasse.

Telmo Casternoque


Bericht von Ricardo Candia über den Weihnachtsausflug mit den Straßenkindern

Liebe Freundinnen und Freunde, am 23. Dezember unternahmen wir einen Ausflug mit den Straßenkindern vom Fluss an den Strand Punta Negra. Im Zusammenhang mit diesem Weihnachtsausflug kam es zu einem schweren Zwischenfall durch eine Straßenschlacht unter den Straßenkindern. Vor der Abfahrt des gecharterten Busses kontrollierten Mario und Renzo, zwei Jugendliche, die auf der Straße leben, alle Jungen, die den Bus bestiegen, um zu überprüfen, ob sie Terocal (Schuhklebstoff) bei sich trugen, um ihn am Strand zu inhalieren, denn sie wollten verhindern, dass die Kinder und Jugendlichen sich berauschten. Die Mädchen wurden von Marios Frau Pilar kontrolliert, die mit ihm zwei Kinder (sechs und drei Jahre) hat. Es ergab sich, dass einer der Jugendlichen, der nicht kontrolliert werden wollte, eine Glasflasche zerschlug, um Renzo damit zu schneiden. Renzo verteidigte sich, und es entbrannte eine heftige Schlägerei unter den pirañitas, die die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich zog. Es kamen zwei Streifenwagen mit acht Polizisten, die versuchten, die öffentliche Ordnung wiederherzustellen. Die Schlacht schwoll indes noch weiter an, denn alle, die bereits im Bus auf die Abfahrt gewartet hatten, stiegen nun aus und mischten sich in die Auseinandersetzung ein, die einen auf Renzos Seite, andere für den anderen, und wieder andere, um von nahem zuzusehen. Die Polizei forderte Verstärkung an, woraufhin fünf Einheiten der Sicherheitspolizei kamen, denn diese Straßenschlacht fand direkt neben dem Regierungspalast statt.

Die Schlägerei geriet wegen der Anwesenheit und unter dem Druck der Polizei völlig außer Kontrolle, denn deren Bemühungen, den Streit aufzulösen und die Gemüter zu beruhigen, stachelten die Jugendlichen nur noch mehr an, da einige unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen standen und viele von ihnen wegen Fällen der Maßlosigkeit und missbräuchlicher Handlungen seitens der Obrigkeit gegen die Polizei verbittert sind. Renzo hat beispielsweise durch einen Polizisten, der mit einem Stock nach ihm stach, ein Auge verloren. Die Straßenschlacht erhitzte sich mehr und mehr, woraufhin der anführende Major einem seiner Untergebenen befahl, die Abfahrt des Busses zu unterbinden, was die Jugendlichen noch mehr aufbrachte. Sie begannen die 18 Polizisten einzukreisen und ihr Recht auf Freiheit einzufordern (obwohl sie zu diesem Zeitpunkt sämtlich wegen Störung der öffentlichen Ordnung hätten verhaftet werden können). Da verlangte ein Sergeant die Verantwortlichen dieser Ausflugsfahrt zu sprechen.

Ricardo und Telmo mussten nun Rede und Antwort stehen, um Entschuldigung bitten und zusichern, dass sie die Jugendlichen unter Kontrolle bringen würden. Schließlich willigten die Polizisten nach diesem Gespräch ein, den Bus abfahren zu lassen und diesen für das Leben auf der Straße charakteristischen Zwischenfall auf sich beruhen zu lassen.

Am Strand stiegen alle froh aus dem Bus und trugen das Essen (Reis mit Hähnchenfleisch) herunter. Nachdem alle ein Weilchen gebadet, gespielt, geplaudert und sich ausgeruht und wir einige Fotos gemacht hatten, aßen wir unser Mittagessen und dann Weihnachtskuchen mit heißer Schokolade.

Um halb sechs Uhr nachmittags bestiegen wir wieder den Bus, um zurück zum Puente Trujillo, der Brücke im Zentrum der Stadt zu fahren. Viele der Kinder und Jugendlichen sagten: "Wir fahren nach Hause." Auf der Rückfahrt sangen wir Lieder und dankten dem Schöpfer dafür, dass wir alle gemeinsam zurückkehren durften und für alle, die diesen Ausflug möglich gemacht hatten.

Danke, Gott segne Euch,

Ricardo

Bericht des Krankenpflegers Arlán Padilla über seine Arbeit an der Cocha del Caro Curahuayte

In den Monaten Juli bis September behandelte ich Fälle von Fieber, Verletzungen, Prellungen, ansteckenden Mykosen, Lungenentzündung, Bronchialbeschwerden, Zahnschmerzen, Arthritis, Dermatitis, Kopfschmerzen, Lausbefall. Obwohl diese Fälle nicht gefährlich waren, ist das Gesundheitsproblem hier groß, denn die Menschen nehmen ihre Gesundheit nicht ernst genug. Regelmäßig besuchte ich auch die benachbarten Dörfer, wo ich vergleichbare Fälle versorgte.

Eine andere Aktivität war, dass wir uns unter den verschiedenen Dörfern darüber verständigt haben, unsere Lagune besser zu schützen, denn sie bietet ja die Lebensgrundlage für uns alle. Wir beschlossen dies wegen des Raubbaus an unseren hydrobiologischen Ressourcen durch skrupellose Menschen, die die Lagune verschmutzen. Ich bin der Generalsekretär dieser neugegründeten Organisation der Bewohnervertreter aller fünf Dörfer. Unsere erste Aktion war die Reinigung des Zuflusses der Lagune, der den Weg zur Stelle unseres Wirken bildet, so beseitigten wir Baumstämme, die dort angeschwemmt werden und die Einfahrt der Boote behindern.

Am 2. Oktober unternahmen wir gemeinsam mit den Bewohnervertretern einen Besuch in Requena, um dort Anträge auf Förderung der Dörfer zu stellen. Wegen der kostenlosen Gesundheitsprogramme an der Cocha del Caro Curahuayte stehen wir auch im engen Kontakt mit dem Krankenhaus.

Im Oktober traten Fälle auf, die schnelles Handeln erforderten. Zum einen Felipe (42 Jahre), der in den oberen Extremitäten an Arthritis leidet und derartige Schmerzen hatte, dass er bewegungsunfähig wurde. Wir verabreichten ihm entzündungshemmende Mittel und Kortison und verschrieben ihm absolute Ruhe. Später brachten wir ihn zu besserer Behandlung ins Krankenhaus; derzeit befindet er sich weiter in Behandlung. Der zweite Fall war gefährlicher. Filder aus dem Dorf Sinar verletzte sich bei einer Schlägerei den linken Arm so schwer, dass er viel Blut verlor. Er kam am 16. Oktober um Mitternacht zur Medizinstation. Wir stabilisierten ihn, stoppten die Blutung und verabreichten ihm Antibiotika; jetzt ist er auf dem Wege der Genesung.

Bei meinen Besuchen in den Nachbardörfern versorgte ich unter anderem Fälle von Arthritis, Verletzungen durch Raubfische, Rückenschmerzen, Koliken und Bindehautentzündungen.

Ferner machten wir ein Projekt zur Verbesserung des Gebäudes der Medizinstation und beantragten bei dem staatlichen Ernährungsprogramm Lebensmittelhilfen.

In den Monaten November und Dezember gab es wenige besorgniserregende Fälle außer dem von Carlos (37 Jahre) aus Sinar. Er hatte als Folge eines Insektenstichs eine Entzündung im ganzen Gesicht. Wir verabreichten ihm ein entzündungshemmendes Mittel und Antibiotika, woraufhin er sich erholte. Ein älterer Bewohner hat beständige Schmerzen, vermutlich infolge eines Leistenbruchs, die ihm nicht erlauben, normal zu arbeiten. Wir empfahlen ihm, einen chirurgischen Eingriff vornehmen zu lassen. Ansonsten wurden Mykosen, Verletzungen, eine Ohrenentzündung, Asthma, Prellungen, Verrenkungen, Fieber und Parasitenerkrankungen behandelt.

Ich bin überaus dankbar dafür, dass ich weiterhin für Ihre Institution arbeiten kann.

Gott segne Sie

Arlán Padilla


Bericht über die Arbeit in Perú während Telmos Deutschlandreise

Während Telmos Abwesenheit liefen die Schule, die Kirchengemeinde und einige der sozialen Aktivitäten ganz normal weiter. Dank der Erfahrung und Kundigkeit von Telmos Ehefrau Gloria, die ihn in seiner Funktion als Repräsentant von El Buen Samaritano vertrat, und dank der Unterstützung durch Javier Méndez und Ricardo Candia konnten die mit Telmo vor der Reise festgesetzten Aufgaben und Ziele in den verschiedenen Arbeitsbereichen von El Buen Samaritano erfüllt werden. Zumindest traten keine unlösbaren Probleme auf; Telmos Anwesenheit ist hier für die ganze Arbeit und das Vertrauen in El Buen Samaritano gleichwohl fundamental.

Ricardo Candia


Die Christlichen Gemeinden von El Buen Samaritano

Mariátegui

Die Christliche Gemeinde in Mariátegui verblieb in der Verantwortung des Missionars Ricardo Candia, der die regelmäßigen Gottesdienste durchführte und auch einige Besucher empfing. Die Jugendlichen veranstalteten ihre Weihnachtsfeier mit heißer Schokolade und gegenseitigen Geschenken am 21. Dezember, und die Kinder in der Sonntagsschule hatten am 22. Dezember ein Weihnachtsprogramm mit Puppenspiel, heißer Schokolade und einer Bibellesung. Wir fasteten auch, hielten Nachtwachen und feierten Dankesgottesdienste in Anwesenheit des Lehr‑ und Verwaltungspersonal der Schule. Für das nächste Jahr haben wir uns für unsere Kirche viel vorgenommen, denn sie ist in einem schlechten Zustand. Wir beten dafür, dass unsere Pläne Erfolg haben.

Ricardo Candia, Missionar

Pucallpa

In Pucallpa hat sich die Kirchengemeinde gut etabliert, sie wächst stetig, und das Gebetshaus verfügt mittlerweile über Telefon, Büro und Schlafräume für Besucher. Auf Initiative einer älteren Schwester wurde ein großer Backofen gebaut, wo Brot und Kuchen gebacken werden kann, womit für die Gemeindemitglieder und die Kirche auch schon Einnahmen erwirtschaftet wurden. Dafür sind wir Gott dankbar.

Mauro Mori

Cocha del Caro Curahuayte

Die Kirche an der Cocha del Caro Curahuayte muss derzeit renoviert werden, da das Dach nach Befall durch Nagetiere eingebrochen ist und der Regen in der Folge große Schäden angerichtet hat. Die Zahl der regelmäßigen Teilnehmer an unseren Versammlungen ist etwas zurückgegangen, doch sind die verbleibenden Mitglieder sehr treu. Gott segne Euch

Rómulo Ríos

Abschließend möchten wir jedem einzelnen von Euch für Eure fortgesetzte Unterstützung unseres Projekts El Buen Samaritano in Perú danken. Die Hunderte von Familien, denen durch diese Arbeit geholfen wurde, werden stets an Euch denken, denn sie wissen, dass es deutsche Freunde mit einem für die Nöte in dieser armen Region Perús offenen Herzen gibt. Wir nutzen die Gelegenheit auch, um Euch, der ganzen Familie von El Buen Samaritano e.V. in Deutschland, viel Erfolg und Segen für das Jahr 2003 zu wünschen.

Aufrecht in Christus

Telmo Casternoque



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