EL BUEN SAMARITANO e.V.


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Anmerkungen zum Gesundheitswesen in Perú

Für das Gesundheitswesen gilt in Perú in noch höherem Maße das, was auch für das Bildungswesen gilt: Medizin ist Dienstleistung. Vielleicht ist das eine Erkenntnis, die uns in Deutschland nach ein paar weiteren Gesundheitsreformen auch noch bevorsteht. Wer Geld hat, wird gut medizinisch versorgt, wer keines hat, nicht. Eine Kranken- und Sozialversicherung gibt es zwar, in ihr sind aber gerade einmal etwa 20 % der Bevölkerung erfaßt. Es gibt auch (zu wenige) staatliche Medizinstationen und Krankenhäuser, in denen die Behandlung für Bedürftige kostenlos ist, aber deren Zustand ist meist schlecht und es fehlt an allen Ecken und Enden an Personal, Ausstattung und Medikamenten. Staatliche Programme, wie etwa zur Bekämpfung von Cholera, Tuberkulose, Gelbfieber und Lepra oder Programme zur Familienplanung gibt es ebenfalls, aber sie erreichen bei weitem nicht alle.

Den Betrag von mindestens 20,- DM, den in einer privaten Praxis oder Polyklinik ein Arztbesuch kostet - zahlbar sofort und in bar - können die Armen meist nicht aufbringen, und so werden Beschwerden so lang wie möglich ignoriert und Behandlungen aufgeschoben, oder man versucht sich selbst zu kurieren.


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